Kubb ist ein taktisches Gesellschaftsspiel. Es symbolisiert eine Schlacht, in der zwei verfeindete Gruppen für ihren König kämpfen. In der heutigen Form wird es seit circa 1990 gespielt und ist vor allem in Schweden und Norwegen beliebt, doch auch in Deutschland nicht mehr selten; teilweise wird es dort unter dem Titel „Hägars Wikingerschach“, „Wikingerspiel“, „Bauernkegeln“ oder „Wikingerkegeln“ vermarktet.
Kubb kommt vom schwedischen Wort “vedkubbar” und bedeutet Hackklötze, Holzklötze, Holzscheite oder Holzklötze.
Die Wikinger spielten dieses Mannschaftsspiel und auch heute gibt es in Schweden (Gotland) Weltmeisterschaften im Kubb.
Die Geschichte von KUBB geht wahrscheinlich aber noch weiter zurück.
KUBB wurde scheinbar schon von den alten Griechen gespielt – jedoch unter anderem Namen und mit Steinblöcken als Spielmaterial.
Das älteste kubbähnliche Spiel wurde in Ägypten in einer alten Grabkammer entdeckt und wird auf 5200 v.Ch. datiert.
Im 14. Jahrhundert wurde KUBB auch in Deutschland, Frankreich und England gespielt.
Mit Hilfe der Hanse breitete sich das Spiel weiter bis nach Skandinavien aus.
Das Spiel von Egmund Franzén
Es gilt soweit als ziemlich gesichert, daß Kubb mit den heute bekannten Spielregeln und auch unter seinem jetzigen Namen bereits in den 30iger/40iger Jahren des 20. Jahrhunderts in den Parkanlagen Stockholms gespielt wurde.
Das Kubbspiel hat gewisse Gemeinsamkeiten mit anderen „Kegelspielen“, die ggf. auf einen gemeinsamen mittelalterlichen Vorläufer zurückzuführen sind. Im Vergleich zu anderen Kegelspielen wird Kubb jedoch auf einem zweigeteilten Spielfeld gespielt. Berichte über solche Zweifelder-Kegelspiele gibt es aus verschiedenen Landesteilen Schwedens, jedoch erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Inwiefern sich die Spielregeln dieser Spiele in den unterschiedlichen Landesteilen unterschieden ist unbekannt.
Eine der jüngeren Geschichten über den Ursprung des Kubbspiels ist die, daß es aus dem Ort “Kubbe” stammen soll. Dort soll es zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem gewissen Egmund Franzén erfunden worden sein. Kubbe ist ein kleines Dorf in der Nähe von Bredbyn im nordlichen Ångermanland. Der in Kubbe gebürtige Franzén war im Volksmund auch als Geschäftshai, d.h. eigentlich als Fabrikörn (…wörtlich Fabrikadler), wie man in Schweden sagt, bekannt. Um die triste Freizeit der Arbeiter zu verschönern, kam es dem Geschäftshai in dem Sinn vor den Arbeiterwohnungen “Holzklötze zu werfen”. Als das Spiel weitere Verbreitung fand, wurde es Kubb genannt, da sich Egmund Franzéns Firmensitz in Kubbe befand.
Kyykkä – Das Spiel aus Karelien
Kyykkä ist ein altertümliches Spiel, das ursprünglich in Karelien, Finnland und Estland gespielt wurde. In diesen Gebieten ist es unter vielen verschiedenen Namen wie: Kurnilöömine, Kriuhka, Köllöi, Keili, und Papin Tappaminen bekannt. Der letzte Name, Papin Tappaminen, bedeutet wörtlich “Tötet den Prieser”. Das Hauptziel dieses Spiels ist es die Kegel oder Klötze in einer umschriebenen Fläche des Spielfeldes durch Werfen eines Schlagholzes zu entfernen. Bis etwa 1950 drohte Kyykkä in Vergessenheit zu geraten. Es wurde nur noch in abgelegenen ländlichen Gegenden gespielt. Mit den karelischen Flüchtlingen des „Winterkrieges“ und des „Fortsetzungskrieg“ zwischen der Sowjetunion und Finnland gelangte das Spiel nach Westfinnland, wo es sich einer wachsende Beliebtheit erfreut.
Heuer ist das Spiel vor allem bei den finnischen Studenten sehr beliebt. In Russland, wo das Spiel Gorodki (dt. Städtchen) genannt wird, hat es nur einen ziemlich geringen Bekanntheitsgrad.
Von einigen wird angenommen, daß sich das Kubbspiel aus dem Kyykkä entwickelt hat.
Diese Zusammenstellung haben wir vom Kubb-Klub Luzern